Berichte über Veranstaltungen, Versorgungsgänge und Ereignisse

05.07.2019

 

Gemütlich haben wir unseren Versorgungsgang am Bahnhofsvorplatz begonnen. Mit leckerem Reissalat, von Helmut und und Gabi Schenk zubereitet, Kaffee, Tee, Cola und Wasser an Bord wurden wir schon von unseren Schützlingen erwartet. Jeder bekam eine ordentliche Portion zum satt Essen.

Neben dem Essen sind aber immer wieder die Gespräche über ihre Alltagssorgen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Für Außenstehende mag es nach "Plausch" aussehen, aber wenn jemand einem sein "Innerstes" anvertraut, ist das ein großer Vertrauensbeweis. Und wir nehmen die Ängste und Sorgen ernst. Gestern trafen wir nach über einem Jahr einen Schützling von der alten Ringe-Tour. Er hat aus eigenem Antrieb den Weg in ein geregeltes Leben gefunden. Es geht aufwärts, auch wenn es noch nicht ganz rund läuft. Das sind für uns sehr seltene, aber schöne Momente und helfen uns am Ball zu bleiben.

Auf unserer Runde haben wir einige Schützlinge vermisst. Wahrscheinlich waren sie unterwegs, um Flaschen zu sammeln. Es war schon viel los durch den CSD. Bei solchen Großveranstaltungen liegt das Geld ja förmlich auf der Straße.

Wir wünschen allen ein tolles Wochenende und viel Spaß und Freude beim CSD

Nicole

27.06.2019

 

Wir sind verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Lager in Köln, Lövenich, Frechen, Pulheim. Es sollte ca. 30 qm groß sein, ebenerdig und mit dem Auto gut zu erreichen sein.
Es würde auch eine Doppelgarage in Frage kommen.
Vielleicht kennt einer von euch jemanden oder hat selber etwas zu vermieten.
Besten Dank für eure Hilfe.

 

Telefon: 0152-26766085
E-Mail: helping-hands-cologne@web.de

21.06.2019

 

Wir wurden am Bahnhofsvorplatz bereits erwartet. Unsere Bollerwagen waren voll mit kalten Getränken, Kaffee, Tee und zwei 15-Liter-Töpfen gefüllt mit einer Reispfanne vom Team Marienbild, die bei unseren Gästen sehr gut ankam.

Neben den Gesprächen mit unseren Schützlingen wurden auch dankend Hygieneartikel in Reisegröße und Sonnencreme angenommen.

Unseren Versorgungsgang beendeten wir dann komplett leergefegt am Breslauer Platz. Aber wir hatten alle versorgt.

Helmut

08.06.2019

 

Ein neuer Vorstand wurde gewählt:

Helmut Schenk: 1. Vorsitzender
Tascha Espunkt: 2. Vorsitzende
Nicole Freyaldenhoven: 1. Kassiererin
Stefanie Dörr: 2. Kassiererin
Sabine Zeidler: Beisitzer/Schriftführerin

 

Die Satzung wurde leicht verändert.

Die Eintragungen in das Vereinsregister stehen noch aus.

 

07.06.2019

 

Wir wurden wieder von zahlreichen Schützlingen erwartet. Die ersten 15l waren in Null-Komma-Nix geleert. Großes Lob an das Team vom Marienbild für das Sauerkrautuntereinander mit Wursteinlage! Außerdem haben wir einige Liter kaltes Wasser verteilt. Aber auch der Kaffee war heiß begehrt.

Ganz nebenbei haben wir sehr viele Hygiene-Artikel und Sonnencreme verteilt. Leider kommt die Mundhygiene bei vielen Schützlingen zu kurz. Sie sind der Meinung, bei wenigen Zähnen lohnt putzen nicht. Erstaunlicherweise konnten sich doch einige für Mundspülung begeistern. Da werden wir uns zukünftig etwas umstellen. Die Mädels haben sich über duftende Cremes gefreut.

Wie schon so oft merken wir eigentlich jede Woche aufs neue, wie sehr man sich über unseren Besuch freut. Die Gespräche sind fast wichtiger als eine warme Mahlzeit und ein Kaffee. Nächstenliebe wird für unsere Gesellschaft leider immer mehr zum Fremdwort. Wir versorgen Menschen, die die Kontrolle über sich und ihr Leben verloren haben. Und wir freuen uns jede Woche, mit ihnen einen Moment der Freude zu teilen.

Wenn Du auch gerne ein wenig Freude verschenken möchtest, komm in unser Team. Wir haben immer viel Spaß und freuen uns über helfende Hände. Es ist ganz einfach.

Da der Sommer Einzug hält und unsere Schützlinge abends immer sehr beschäftigt sind, gehen wir ab sofort im 14-Tage-Rhythmus. Der nächste Gang findet am 21.06.2019 statt.

Nicole
 

31.05.2019

 

Sommerliche 28 Grad waren es zum letzten Versorgungsgang, bis in die Abendstunden. Mit knackigen Würstchen und diversen gemischten Salaten haben wir abwechslungsreiches Essen anbieten können. Danke Stefanie Dörr für deinen saarländischen Nudelsalat.

Neben der opulenten Essensauswahl hätten wir besser noch Sonnencremes zum Verteilen dabei gehabt. In vielen Gesichtern konnte man die vergangenen sonnigen Tage erkennen. Wie oft wir das in Nachberichten wiederholen, aber es sind und bleiben alle Jahreszeiten, die einem Obdachlosen das Leben auf Platte erschweren.

Es war voller als sonst in der Kölner Innenstadt, vielleicht die Kombination schönes Wetter und Brückentag...?! Wir "gehen" nicht nur durch die Straßen, wir beobachten auch und nehmen Veränderungen wahr. 08/15 ist definitiv kein Gang.

Bei dem Gang haben wir viel Aufmerksamkeit für unsere Schützlinge wahrgenommen, Passanten die sich mit ihnen unterhielten, eine Spende hinterließen oder sich für unsere ehrenamtliche Arbeit interessierten. Offenheit ist ein guter Weg für Verständnis und ein gutes Miteinander.

Deshalb ein großes Danke an euch Helpies für die Unterstützung zu diesem Gang.

Charly
 

24.05.2019

 

Nach einigen Wochen privaten Umzugs/Stress war ich dann zu diesem milden Versorgungsgang auch wieder dabei. Und mit Blick auf meinen letzten Gang Ende März zum Hiesigen wandeln und ändern sich die Welten wirklich täglich, oder kann man sogar behaupten stündlich?

Wir haben ja oft schon von Woche zu Woche Veränderungen bemerkt und wahrgenommen, aber die lange Distanz hat mir nochmal deutlich gezeigt, dass der Zerfall eines obdachlosen Menschen gnadenlos ist, und die Thematik Obdachlosigkeit weiterhin zugenommen hat bzw. wir auch eine Verdrängung beobachten.

An Stammplätzen treffen wir schon lange nicht mehr unsere Gäste an, da mag ich nur hoffen, dass sie sich Unterstützung gesucht haben und eventuell in Einrichtungen untergekommen sind...

Dann besuchte uns ein Schützling nach langer beruflicher Abwesenheit, worüber wir uns sehr freuten, und der neben Hunger auch viel zu erzählen hatte.

Die Welt dreht sich weiter und die Schicksale sich mit ihr.

Dass sich oft schwere Schicksalsschläge hinter der Obdachlosigkeit verbergen, wollen viele nicht sehen oder es fehlt am Verständnis.

Den Wahrheitsgehalt können wir nicht bestätigen, aber ein ehemaliger in Kabul stationierter Soldat hat uns erzählt, dass er nach der Rückkehr den Boden unter den Füßen verloren habe. Ohne Halt von Familie und Freunden ist das meistens der "freie Fall", und am Ende nicht selten der Weg, auf der Platte zu landen.

Wir haben viele Schicksale in den vergangenen Jahren kennengelernt, die uns Woche für Woche nachdenklich stimmen...

Auch wenn ich selber einige Wochen ausgesetzt habe, ist das Thema ja überall, wo man hingeht, präsent. Ob man uns nun zu Versorgungsgängen unterstützt oder privat mit offenen Augen versucht zu helfen, versucht ins Gespräch zu kommen, wäre ein schöner Schritt voran.
Hinsehen statt wegsehen!

Die ersten Schritte machen auch unsere neuen Helfer und Unterstützer, worüber wir mega dankbar sind.
Danke an Mark für den opulenten Geschnetzeltes-Spätzl-Eintopf und die helfenden Hände.

Charly
 

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